Pressemitteilung Sanierung Bühnen Köln

11. August 2017

Wie am 3. Juli 2017 dem Betriebsausschuss Bühnen zugesagt, haben die Bühnen eine Auflistung der 33 zentralen Problempunkte auf der Bühnenbaustelle zusammengestellt und als Mitteilung vorgelegt. Die meisten dieser neuralgischen Punkte betreffen die Technische Ausstattung (Haustechnik) und befinden sich im Opernhaus. Damit verdeutlichen die Bühnen die Grundlage für ihre Prognosen, die wie im Juli mitgeteilt, eine Schlüsselübergabe im 4. Quartal 2022 und Kosten zwischen 545 und 570 Mio. Euro vorsehen.

„Wir haben aus den mehr als 8.000 offenen Punkten, die ich zu Beginn meiner Arbeit hier auf der Baustelle vorgefunden habe, in einem mehrstufigen Verfahren die 33 Themenfelder herausdestilliert, die für Zeit und Kosten am kritischsten sind“, so der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger. „Nach Meinung aller Beteiligten stellen diese Punkte 60 Prozent der insgesamt zu bewältigenden Probleme und 100 Prozent des benötigten Zeitbedarfs dar“, unterstreicht Streitberger die Bedeutung. „Damit sind sie für unsere Prognose und unsere nun zu erarbeitende Planung die entscheidenden Koordinaten“, führt der Technische Betriebsleiter aus.

„Schlüssel zum Verständnis dieser `Big Points‘ ist, dass die Probleme erkannt wurden, dass sie lösbar sind, und dass die Anlage möglicher Lösungswege in unseren Prognosen vom 3. Juli bereits enthalten ist. Ebenso wie die daraus entstehenden Kosten, der notwendige Zeitbedarf und mögliche absehbare Risiken“, betont Streitberger.

Die Liste stellt den Arbeitsstand dar, den die Bühnen und die beteiligten Planer als Grundlage zur Prognoseermittlung genutzt haben. Es handelt sich um ein Arbeitspapier, das im Laufe des Prozesses kontinuierlich weiterentwickelt wurde. So wurden zum Beispiel am Ende des Prozesses die Punkte 5 („Elektro-verkabelung“) und 9 („lichte Höhen“) nicht mehr als Einzelpunkte geführt, sondern unter Punkt 7 („Brandschutz in notwendigen Fluren“) subsummiert.

„Mit der Veröffentlichung der Big Points‘ bieten wir einen nachträglichen Schulterblick auf unserem Weg zur Kosten- und Terminprognose“, erklärt Streitberger. „Auch, wenn die große Mehrheit der Themen in der Haustechnik verortet ist, sind die technischen Herausforderungen doch äußerst vielfältig.“ So gibt es Themen, die sich umfassend durch alle Gebäudeteile ziehen, wie zum Beispiel „Brandschutz in notwendigen Fluren“ (Punkt 08), „Akustik“ (Punkt 10), „Brandfallsteuermatrix“ (Punkt 14), „Schächte und Kollisionen TA“ (Punkt 15) oder auch die Brandmeldeanlage (Punkt 16).

„Schon aus diesen Punkten lassen sich zwei wichtige Schlussfolgerungen ableiten: Es bedarf wie bereits am 3. Juli im Ausschuss dargestellt umfassender Neuplanung zur Lösung dieser Schwierigkeiten und die Brandschutzanforderungen sind dabei die zentrale Herausforderung“, bilanziert der Technische Betriebsleiter.

Wie dargestellt ist schon jetzt klar, dass an anderen Stellen ein Rückbau mit Neuplanung lokal notwendig wird. Dazu gehören zum Beispiel wesentliche Teile der Zentralen der Haustechnik im Opernhaus (Punkt 11), die Überdruckbelüftungsanlagen in den Sicherheitstreppenhäusern im Opernhaus (Punkt 12), sowie die Schwingungsdämpfer der Lüftungsgeräte (Punkt 25).

„Unsere Erfahrung nach unseren Veröffentlichungen vom 3. Juli 2017 ist, dass sich viele Menschen die Frage stellen, warum die notwendige Neuplanung für die Haustechnik bis zum 1. Quartal 2019 dauern wird. Mit der Übersicht der Big Points stellen wir unserem Betriebsausschuss Informationen zur Projektlage bereit, die das Verständnis für den gewählten Weg erleichtern sollen“, erläutert Streitberger den Hintergrund für diese Maßnahme.