Monatsbericht Oktober

21. November 2018

Kostenrisiken sinken leicht

Der Oktober stand für die Bühnensanierung im Zeichen der Planung der Haustechnik und der Marktsondierungen für die Neuausschreibungen.

„Wir unterstützen die Planer aktiv in den Planer-Workshops und haben gleichzeitig für den Terminplan ein Kennziffer-System entwickelt, mit dem wir die Fortschritte alle 14 Tage überprüfen“, so der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger. Nach wie vor sehen die Bühnen und die Planungsteams die Planung der Haustechnik für das Opern­haus als die größte Herausforderung im Projekt an. „Die Teams arbeiten sich hier Ge­schoss für Geschoss vorwärts. Jetzt müssen die Probleme konkret und im Detail gelöst werden, was teilweise sehr kleinteilig ist und entsprechend dauert. Für das Gelingen der Neuplanung ist es eine entscheidende und für alle Beteiligten höchst intensive Phase“, beschreibt Streitberger den aktuellen Stand des Planungsprozesses.

Die Markterkundungen zielen bereits auf die Zeit nach der Planung. Hier werden die Vorbereitungen für die notwendigen Neu-Ausschreibungen der betroffenen Gewerke getroffen. Eine Novellierung der Vergabeordnung aus dem Jahr 2016 erlaubt es, Fir­men schon vor Beginn des eigentlichen Vergabeprozesses anzusprechen und für das Projekt zu interessieren. „Wir laden die Firmen auf die Baustelle ein, schildern ihnen den aktuellen Stand der Sanierung und zeigen ihnen den Stand des Gewerks an Ort und Stelle“, so Streitberger. „Unter dem Strich profitieren von diesem Vorgehen beide Seiten: Die Firmen wissen genau, worauf sie sich bewerben, und wir erhalten eine pra­xisnahe Einschätzung über Art und Umfang der in den Gewerken zu erledigenden Aufgaben“, führt der Technische Betriebsleiter aus. Die Gesprächs-Einladungen der Bühnen treffen dabei auf eine erfreulich große Resonanz. Nachdem im September die Gespräche für das Gewerk Feuerlöschanlagen abgeschlossen werden konnten, fan­den im Oktober Baustellenbesichtigungen für die Starkstromanlagen statt, Gespräche für Lüftung, Kälte und Wärme wurden vorbereitet. Alle Verfahren wur­den mittlerweile europaweit bekannt gemacht.

Da die strategisch wichtigen Firmengespräche abgeschlossen sind und sich der Schwerpunkt auf die Markterkundungen verlagert, gab es bei den Firmengesprächen keine Veränderungen zum Vormonat.

Bei der Bühnentechnik wurden Mängel beim Brandschutz identifiziert. Deren Be­hebung, die Fertigstellung der Bühnentechnik und die entsprechenden Abnahmen werden sich bis zum Sommer 2019 hinziehen. Für die Gesamtdauer der Sanierung ergeben sich daraus keine Folgen, die notwendigen Erprobungen der Technischen Mannschaften aus Oper und Schauspiel können trotzdem durchgeführt werden.

Die Kostenprognose ist im Vergleich zum September leicht gesunken: Die Risiken sanken auf 32,3 Millionen Euro, aufgrund der Rundung steht die Prognose ohne Risiken weiterhin bei 548 Millionen Euro. Auch blieben die Steigerungen bei Auszahlungen und Verpflichtungen mit circa 2 beziehungsweise  circa 1 Million Euro leicht unter dem Durchschnitt der Vormo­nate.

„Wie letzten Monat prognostiziert, folgt nach einem stärkeren Kostenanstieg wie im letzten Monat meist eine Phase mit sinkenden Kosten. Das ist typisch für die aktuelle Pla­nungsphase und bestärkt uns in unserer Entscheidung, die Kosten- und Terminprog­nose nicht nach jeder dieser Schwankungen anzupassen“, so Streitberger.

Die Bühnen gehen deshalb weiterhin von Kosten zwischen 545 und 570 Millionen Euro (inklusive aller bekannten Risiken) und einer Schlüsselübergabe im vierten  Quartal 2022 aus.

Termine

  • Abschluss Entwurfsplanung und daran anschließend Überprüfung von Zeitprognose und Kostenprognose - 2. Quartal 2019
  • Schlüsselübergabe an Oper und Schauspiel - 4. Quartal 2022

Kosten

  • Aktuell gültige Kostenprognose inkl. aller bisheri¬gen Ausgaben - 545 Mio. Euro
  • Stand 31.10.2018 - 548 Mio. Euro
  • Aktuell gültige Kostenprognose inkl. aller bisherisgen Ausgaben bei Eintritt aller bekannten Risiken - 570 Mio. Euro
  • Stand 31.10.2018 - 580 Mio. Euro