Monatsbericht September 2021: Projektsteuerer sieht sinkende Risiken

28. Oktober 2021

Insolvenz von Stahlbau-Unternehmen bleibt ohne Folgen für Projekttermine

Die Risiken der Bühnensanierung am Offenbachplatz sind während der letzten Monate gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt der Projektsteuerer im Monatsbericht September 2021, der turnusgemäß die Überprüfung der Projektrisiken zum Quartalsende enthält. „Der weitgehende Abschluss der Werk- und Montageplanung bedeutet auch, dass das Ende des Planungsprozesses insgesamt unmittelbar bevorsteht. Die dazu eingestellten Risiken in Höhe von fast fünf Millionen Euro konnten wir deshalb entsprechend auflösen“, erläutert der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger die Entwicklung. 

Für die Kostenentwicklung inklusive aller bekannten Risiken bedeutet das eine Absenkung auf gerundet 648 Millionen Euro, während die Prognose der Baukosten ohne Risiken auch im September bei 619 Millionen Euro lag. Für die Bühnen ist bei den Baukosten nach wie vor die im Januar kommunizierte Prognose von 617,6 Millionen Euro der Zielwert. In seiner Sitzung vom 16. September 2021 erhöhte der Rat der Stadt Köln das Budget der Bühnensanierung auf 642,7 Millionen Euro, darin enthalten ist ein sogenanntes kumuliertes Risiko in Höhe von 25,1 Millionen Euro.

Die im Monatsbericht August kommunizierte Insolvenz eines Stahlbau-Unternehmens wird für den Terminplan des Projekts ohne Folgen bleiben. Die Bühnen hatten planmäßig eine Ausschreibung für Schlosser-Arbeiten vorbereitet, die Rest-Leistungen des insolventen Unternehmens können darüber abgewickelt werden. Die Schlüsselübergabe ist somit weiterhin für das 1. Quartal 2024 vorgesehen.

Auf der Baustelle sind die Demontagearbeiten für die Haustechnik in der Kinderoper, im Kleinen Haus sowie in den Zentralen von Opernhaus und Schauspielhaus weitgehend abgeschlossen. Für die Bereiche Lüftung, Sanitär, Wärme, Feuerlöschtechnik und Starkstrom wurde bereits mit der Grobmontage gemäß der neuen Planung begonnen. „Wir werden künftig häufig erleben, dass Anlagen fertiggestellt sind, während in der unmittelbaren Nähe noch intensive Baumaßnahmen stattfinden. Wir haben deshalb entschieden, unser Team um einen Spezialisten zu verstärken, dessen Aufgabe es ist, die Sauberkeit und den Schutz der bereits eingebauten wertvollen Anlagen sicherzustellen“, blickt Streitberger voraus.

Im Rahmen der Mängelbeseitigung muss der im Rahmen der vorgezogenen Maßnahmen im Foyer der Kinderoper eingebaute Estrich ausgetauscht werden. Auch hierdurch sind keine Folgen für Kosten und Termine zu erwarten.