Monatsbericht September:

21. Oktober 2019

Planer stellen erste Arbeitsstände der Ausführungsplanung vor

Nacharbeitsbedarf bei der Entwurfsplanung führt zur Erhöhung der Kostenrisiken

Im September wurden den Bühnen erstmals ein Zwischenstand der Ausführungsplanung für die Kinderoper vorgestellt. Die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) ba­siert auf der Ent­wurfsplanung und konkretisiert die Planung auf einen Maßstab von bis zu 1:20. Nach entspre­chender Durchsprache befinden sich diese Pläne nun in der finalen Bearbei­tungsphase.

Auch in Oper, Schauspielhaus, und Kleinem Haus wurde mit den Vorbereitungen für die Aus­führungsplanung begonnen. Hier hängen weitere Fortschritte am Abschluss der umfangrei­chen Nacharbeiten der erweiterten Entwurfsplanung, die nun im Dezember abgeschlossen werden sollen. „Wir sprechen gerade von einem Verzögerungsrisiko von 6-7 Wochen im Ver­gleich zum Rahmenterminplan“, erläutert der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger. „Das Ausmaß des Risikos bewegt sich im Augenblick in einem Bereich, der noch keine Über­arbei­tung des Rahmenterminplans erfordert. Wir gehen also weiterhin von einer Schlüssel­übergabe im 2. Quartal 2023 aus, haben aber dem Vorsichtsprinzip entsprechend im Septem­ber 6,3 Millionen Euro zusätzlich in die Kostenrisiken eingestellt“, so Streitberger. Im Korridor der Kostenprognose sank der untere Wert gegenüber dem Vormonat zwar leicht auf 553 Mil­lionen Euro, inklusive aller bekannten Risiken stieg der obere Wert aber aktuell auf 577 Milli­onen Euro. Ob und wie sich dieses Risiko auf das Gesamtprojekt auswirkt, wird erst im 3. Quartal 2020 genau bezifferbar sein. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Ausführungsplanung für das Bauteil Opernhaus planmäßig abgeschlossen sein soll.

Ein zentraler Fokus der Nacharbeiten liegt auf dem Abschluss der akustischen Bearbeitung der neuen Planung. Hierdurch wird sichergestellt, dass z.B. die neu geplanten Lüftungsanla­gen akustisch so gedämmt werden können, dass sie den Theaterbetrieb nicht durch Geräu­sche oder Vibrationen stören. Die Bühnen unterstützen die Planer durch einen weiteren Aus­bau der Qualitätssicherung und durch extern moderierte Workshops zur Optimierung der pro­jektinter­nen Kooperation.

Im Bereich der vorgezogenen Maßnahmen waren die Ausschreibungen für die Gewerke Dach­abdichtung und Wärmedämmung erfolgreich, die Ausschreibung für die Estricharbeiten wurde veröffentlicht.

Für die bevorstehenden Ausschreibungen der fünf aktuell vakanten haustechnischen Gewerke wurden zentrale Entscheidungen getroffen: Die Ausschreibungen erfolgen bauteilübergrei­fend, allerdings werden aufgrund des großen Volumens die Submissionen für Raumluft und Elektrotechnik in zwei Lose aufgeteilt. Die Erstellung der dazu gehörigen Leistungsverzeich­nisse basiert auf den Ergebnissen der Entwurfsplanung.

Der für den 24.10.2019 festgesetzte Termin der Berufungsverhandlung am Oberlandesgericht wegen der Klage der Deerns Deutschland GmbH gegen die Bühnen Köln wurde vom Ge­richt abgesagt. In diesem Verfahren ging es um die Feststellung der Zulässigkeit der Kündigung von Deerns. Die Bühnen hatten hier in der ersten Instanz Recht bekommen. Deerns Deutsch­land GmbH hat, auf­grund des rechtlichen Vorranges des später von ihr parallel am Landgericht geführten Klage in Sachen Schlussrechnung, in dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht die Erledigung er­klärt. Die Bühnen haben sich dem angeschlossen. Damit ist das Verfahren vor dem Oberlan­desgericht  Köln beendet. 

Die aktuellen Projektdaten als Übersicht

Termine:
Schlüsselübergabe an Oper und Schauspiel - 2. Quartal 2023

Kosten:
Aktuell gültige Kostenprognose inkl. aller bisherigen Ausgaben - 554 Mio.Euro
Zwischenstand 30.09.2019 - 553 Mio. Euro

Aktuell gültige Kostenprognose inkl. aller bis­heri­gen Ausgaben bei Eintritt aller bekannten Risiken - 571 Mio. Euro
Zwischenstand 30.09.2019 - 577 Mio. Euro