Häufig gestellte Fragen

Ob zum Zeitplan, zu den Kosten oder zum Umfang: Uns erreichen viele Fragen zur Bühnensanierung am Offenbachplatz. Wir haben hier für Sie die häufigsten Fragen mit den entsprechenden Antworten zusammengestellt. Sollte Ihre aktuelle Frage nicht dabei sein, stehen wir Ihnen gerne unter sanierung@buehnen.koeln zur Verfügung

Wann wird die Sanierung endgültig abgeschlossen sein?

Wir gehen von einer Schlüsselübergabe im 2. Quartal 2023 aus (Stand: 2019, nach Abschluss der erweiterten Entwurfsplanung)

Was sind die Ursachen für die Verspätung?

Die Verzögerungen haben diverse Ursachen, die technisch zum überwiegenden Teil im Bereich der Haustechnik (Kostengruppe 400, Hochspannung, Niedrigspannung, Belüftung, Kilmatisierung, Sprinkler und Sanitär) und deren Planung liegen. Hinzu kommen Schwierigkeiten beim Brandschutz.

Die Ursachen wurden im Rahmen eines vom Rat der Stadt Köln beauftragten Gutachtens systematisch untersucht, das Sie hier im Ratsinformationssystem der Stadt einsehen können: 

https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=625949&type=do&#search=%22Gutachten%20Bühnen%22

Nach Abschluss der erweiterten Entwurfsplanung Ende Mai 2019 stehen nun die vorgezogenen Baumaßnahmen, die notwendigen fünf Vergaben im Bereich der Haustechnik und die Ausführungsplanung im Fokus.

Gibt es bereits ein Datum für die Wiedereröffnung?

Die Entscheidung, wann die Bühnen nach der Schlüsselübergabe 2023 wiedereröffnet werden obliegt Oper, Schauspiel und Tanz. Es ist eine rein künstlerische Entscheidung, die aktuell noch nicht getroffen wurde. 

Wäre es nicht möglich, die Bühnen nacheinander zu eröffnen, statt abzuwarten, bis alle Säle bespielbar sind?

Das ist nicht möglich: Aufgrund der Bau-Geschichte (das Opernhaus eröffnete 1957, das Schauspielhaus erst 1962) befinden sich die Energiezentralen und die Klima-Zentralen aller vier Bühnen fast vollständig im Opernhaus. Die anderen Bühnen können deshalb erst eröffnen, wenn die Prob­leme mit der Technischen Ausstattung im Opernhaus gelöst und die Arbeiten in diesem Be­reich abgeschlossen sind.

Wieviele Zuschauer insgesamt fassen die Bühnengebäude nach der Wiedereröffnung?

Oper, Schauspiel, Kleines Haus und Kinderoper verfügen zusammen über 2.350 Sitzplätze bei maximaler Bestuhlung. Rechnet man die Foyers und die Gastronomie dazu, bieten die vier Theater 2.870 Gästen pro Abend Platz.

Wie hoch werden die Kosten für die Sanierung am Ende sein?

Das vom Rat bewilligte Budget beträgt 554 Mio. Euro. Aktuell rechnen wir damit, dass die Sanierung zwischen 554. und 571 Mio. Euro kosten wird (Baukosten, inklusive Baunebenkosten und aller bekannten Risiken). Entscheidend für die Kostenentwicklung wird die angenommene Bauzeit und die Weiterverwendbarkeit der eingebauten Technik sein. Die Kosten für das Interim  werden separat ausgewiesen und sind in dieser Prognose nicht enthalten. 

Da es sehr unterschiedliche Formen der Baufinanzierung gibt, werden die Finanzierungskosten üblicherweise nicht ausgewiesen. Wir haben die Finanzierungskosten aus Gründen der Transparenz mit unserer Vorlage zur Budgeterweiterung im September 2019 veröffentlicht. Es handelt sich um eine 100prozentige Fremdkapitalfinanzierung über 40 Jahre nach der Wiedereröffnung. Rechnet man die Finanzierungskosten hinzu belaufen sich die Gesamtkosten auf 841 Mio. Euro. Die Laufzeit über 40 Jahre bedingt einerseits eine signifikante Zinslast, hält die konkrete jährliche Belastung des städtischen Haushalts mit durchschnittlich 20,5 Mio. Euro pro Jahr im Vergleich zur Gesamtsumme im Rahmen. Die gewählte Finanzierungsform beruht auf einem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2011.

Wie groß ist die Differenz zu den ursprünglich veranschlagten Kosten?

Das 2011 vom Rat der Stadt Köln beschlossene Budget betrug 253 Mio. Euro. Das heißt, die Differenz beläuft sich bei den Baukosten (ohne Finanzierungskosten) auf 301 Mio. Euro.

Warum wurde der alte Riphahn-Bau nicht einfach abgerissen und neugebaut?

Das Ensemble am Offenbachplatz steht seit 1989 unter Denkmalschutz und kann also nicht einfach ab­geris­sen werden. Es gab einen Beschluss des Rates, der einen Neubau des Schauspielhau­ses vorsah (siehe Historie der Sanierung). Der Rat der Stadt Köln hat aber 2011 vor dem Hinter­grund des Bürgerbegehrens zum Erhalt des Schauspielhauses von die­sem Beschluss abgesehen. Unabhän­gig von dieser politischen Entscheidung ist das Bühnenensemble aber ein wichtiger Zeuge des Wiederaufbaus der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals war es ein bedeutendes politisches Signal, als erstes großes öffentliches Gebäude in Köln dieses Theater zu bauen. Das beweist zum Beispiel die Rede von Bundeskanzler Konrad Adenauer bei der Eröffnung am 18. Mai 1957,  ebenso wie das positive internationale Presse-Echo. So kam es schon in der Eröffnungsspielzeit zu Gastspielen aus England, Italien und Frankreich  - kurz nach dem Krieg bei weitem keine Selbstverständlich­keit.

Kann ich während der Sanierung trotzdem die Oper oder das Schauspiel besuchen?

Selbstverständlich können Sie auch während der Sanierung die Oper oder das Schauspiel besuchen.
Die Oper Köln finden Sie aktuell im StaatenHaus in Köln-Deutz, das Schauspiel Köln im Carlswerk in Köln-Mülheim
Ein regulärer Spielplan wird auch in den Interimsspielstätten umgesetzt.

Oper Köln im StaatenHaus
Rheinparkweg 1
50679 Köln – Deutz
www.oper.koeln

Schauspiel Köln im Carlswerk
Depot 1, Depot 2, Grotte
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln - Mülheim
Außenspielstätte am Offenbachplatz
Offenbachplatz
50667 Köln – Innenstadt
www.schauspiel.koeln

Den Kartenservice finden Sie in den Opernpassagen zwischen Breite Straße und Glockengasse.
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 10 – 18 Uhr
Sa 11 – 18 Uhr
Tickethotline: 0221-221 28400

Wieviele Beschäftige arbeiten bei den Bühnen?

Die Bühnen Köln haben rund 750 Beschäftigte. In dieser Zahl sind die Beschäftigten des Gürzenichorchesters nicht enthalten.

Warum kann man die Bühnenbaustelle nicht direkt mit der Elbphilharmonie in Hamburg vergleichen?

Bis auf die Tatsache, dass es sich sowohl bei der Elphi, als auch bei den Bühnen am Offenbachplatz um Kulturbauten handelt, die beide um 800 Mio. Euro kosten, gibt es kaum vergleichbare Aspekte.

Die Elphi hat als Konzerthaus zwei Säle. Nach der Sanierung  werden wir in Köln vier Theaterbühnen haben, die technisch völlig anders ausgestattet sind, als ein Konzertsaal, der z.B. keine aufwändigen szenischen Verwandlungen technisch umsetzen muss.

In Köln sprechen wir über die Kosten, die Elphi hatte einen Festpreis, von dem man nach unserer Kenntnis nach nicht bekannt ist, ob er tatsächlich alle Kosten gedeckt hat. Zum Vergleich der tatsächlichen Baukosten fehlen somit aus Hamburg die Grundlagen.

In der Elphi sind bekanntlich auch Eigentumswohnungen und ein Hotel integriert. Da hieraus Einnahmen erzielt, Steuern generiert und es andere Möglichkeiten gibt, die Finanzierungskosten zu verteilen, ist auch hier ein 1:1 Vergleich mit Köln eigentlich unmöglich.

Bestandsbauten aus der Nachkriegszeit und aktuelle Neubauten (in denen der umfangreiche Platzbedarf neuer Gebäudetechnik gleich in die Entwurfsplanung mit einfließen kann) kann man nicht 1:1 vergleichen.

Gab es oder gibt es einen Baustop?

Einen Baustop gab es nie. Auch wenn während der Neuplanung der Haustechnik in diesem Bereich logischerweise nicht gebaut wird ("Erst planen, dann bauen"), gibt es auf der Baustelle diverse andere Bereiche, in denen trotzdem Baumaßnahmen stattfinden. Ein Beispiel hierfür ist die Bühnentechnik in allen vier Theatern.

Wann wird die Sanierung endgültig abgeschlossen sein?

Der Projektsteuerer geht im Augenblick davon aus, dass es bis zum Ende der Spiel­zeit 2018/2019 keine Vorstellungen am Offenbachplatz geben wird. Wir arbeiten ge­rade an einer Aktualisierung dieser Prognose und werden die Ergebnisse im Juli 2017 veröffentli­chen.